Aktuell

die nächsten Vorstellungen:

Münchener Biennale – Neues Musiktheater

Symposium und Diskussionsforum

Freitag, 4. Mai 10-16 Uhr – Gasteig Black Box – Münchener Biennale für neues Musiktheater

Vortrag von Kommando Himmelfahrt (Dvorak/Fiedler): Popmusiktheater

20.000 Meilen unter dem Meer

weitere Vorstellungen: 26./27. April 2012 – 2./3. Mai.2012

Staatstheater Meiningen 

“Große Stimmen, opulente Ausstattung, mitreißende Musik!” STZ / Freies Wort

 

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Leviathan

Leviathan

oder Stoff, Form und Gewalt eines Staates

Premiere: 18. Februar 2012 – Kampnagel

weitere Vorstellung: 19. Februar 2012

„Autos brennen, an Bahngleisen werden Brandsätze deponiert: In Deutschland glimmt die Lunte des Zorns – über eine Politik, die sich von der Macht der Märkte treiben lässt und so den Gesellschaftsvertrag einseitig kündigt.“ So schreibt es der Spiegel im Oktober 2011 und sieht unsere Gesellschaft auf dem Weg in den Urzustand eines „Krieges aller gegen alle”.

Genau aus diesem Zustand wollte Thomas Hobbes 1651 entfliehen und entwarf kühn die Theorie eines Gesellschaftsvertrags, in dem der Einzelne seine Freiheit einem absoluten Souverän überträgt, der für Ordnung, Schutz und die Chance auf Wohlstand sorgt. Sein Name: LEVIATHAN. Dieses biblische Monster ist die größte Macht auf Erden – ein riesiger, künstlicher Mensch, gemacht aus uns allen. Doch wer zähmt das Monstrum? Wer entfesselt es? Und wie wird es die Schlacht mit den Godzillas der Finanzwelt bestehen?

KOMMANDO HIMMELFAHRT verwandelt die Sage vom unbesiegbaren Leviathan in ein mythisches Bildertheater über Masse, Individuum und Macht. Sie gehen zurück zum Ursprung der Staatenbildung und zu der Frage, ob wir als Menschen etwas schaffen können, das größer ist als wir selbst und auch unseren Tod überdauert. LEVIATHAN ist eine Musiktheaterperformance für Schauspieler, Musiker und 400 Chorsänger.

von KOMMANDO HIMMELFAHRT (Dvorak/Fiedler) mit Anne Cathrin Ulikowski

mit: Michael Gerlinger – Franziska Junge – Merten Schroedter – Ten Ta To (Tim Beger, Sascha Bunz, Sascha Demand, Jan Dvorak, Frank Valet) – Dirigat: Uschi Krosch

Chöre: Madrigalchor Eppendorf – Kammerchor Altona – Chor der HAW, Hamburg (Ltg. Uschi Krosch) – Schanzentöne – Chor der Volkshochschule Hamburg (Ltg. Ute Hatzel) – TrinitatisChor Altona e.V. (Ltg. Jörg Mall) – Mendelssohnchor Hamburg (Ltg. Almut Stümke) – u.v.m.

Eine Produktion von KOMMANDO HIMMELFAHRT in Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

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Fünf Radiosynthesen

5 Radiosynthesen im Hause Diehl

von KOMMANDO HIMMELFAHRT (Dvorak / Fiedler) und Johanna Diehl

Kontaktabzüge der Fotosession mit Johanna Diehl im Hause ihrer Großeltern für eine gemeinsame Veröffentlichung in 2012.

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Über das Neue

Über das Neue

Chorische Performance für Sprechchöre, Geräuschchöre, Solisten, Perkussion und Bläser.

Komposition: Jan Dvorak - Besetzung: 3 Sprecher, 18 Textgruppen, 3 stumme Performancegruppen, 10 Geräuschgruppen, ein Blasensemble, ein Perkussionsensemble, Röhrenglocken, Kurbelsirene, Startklappe (Peitsche), Zuspielung.

UA Hamburg 2009 mit der Gesamtschule Bergedorf

nächste Aufführung: Theater Freiburg 24. Juli 2011

Als Charles Darwin vor 150 Jahren die Evolutionstheorie aus der Wiege hob, hatte er außer einer umstürzenden biologischen Theorie auch eine Antwort auf die

Frage gegeben, wie das Neue auf die Welt kommt. Seine Antwort: Das Neue entsteht ständig mehr

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20.000 Meilen unter dem Meer

20.000 Meilen unter dem Meer

Premiere: 28. Mai 2011 bis 03.7.2011

Theater Eisenach / Staatstheater Meiningen

Einer der größten Abenteuerromane Jules Vernes ist als Kooperation von Kommando Himmelfahrt und dem Landestheater Eisenach im Mai 2011 auf die Bühne gekommen. Eine  20.000 Meilen lange Reise mit Kapitän Nemo, seinem Boot „Nautilus“ und dem waghalsigen Harpunier Ned in die Unterwelt – das düstere Schattenreich des Meeres und zurück!

Libretto und Komposition: Jan Dvorak – Musikalische Leitung:  Carlos Domínguez-Nieto / Carlos Chamorro Moreno – Regie: Thomas Fiedler – Bühne und Kostüme: José Eduardo Luna Zankhoff

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PRESSE:

“Das Werk, das da (…) zur Uraufführung kam, ist kein Musical, zumindest keines im herkömmlichen Sinn. Es ist vielmehr eine Pop-Oper.

Klingt nach Opulenz mit Pomp und Leichtigkeit. Zu Recht. “20 000 Meilen unter dem Meer” in der Regie von Thomas Fiedler ist ein Gesamtkunstwerk, gleichermaßen große Show und großes Musiktheater. Landeskapelle, Rockband, Chor und Ballettensemble finden in der freien Adaption von Jules Vernes Wissenschafts-Roman Platz, ebenso Darsteller des Jungen Schauspiels, zwei Schattenspieler und arrivierte Gastsänger mit Musical-Hintergrund in den Hauptrollen. (…)

Am meisten Anlass zur Bewunderung gibt jedoch die Musik. Mit der Auftragskomposition inklusive Libretto gelang es dem früheren Meininger Musikdramaturgen Jan Dvorák, gleichwohl Beklemmung und Anmut der 20 000 Meilen währenden unfreiwilligen Unterwasser-Reise zu bannen. (…)

Gewiss ist hingegen, dass dem Landestheater Eisenach mit diesem Großprojekt ein künstlerischer Paukenschlag gelungen ist, der nachdenken lässt über die Theatersparpolitik in Thüringen und ihre zuweilen ausgesprochen schönen Blüten.”

(STZ, Freies Wort) für die ganze Kritik hier klicken.

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Verschiedenste Musikstile sind in Dvořáks Partitur eingeflossen, so dass sein Werk schillernd changiert. Eines merkt man der Musik definitiv an: Ihr Komponist versteht die Kunst des Komponierens. Sein Bühnenstück ist durchkomponiert, wobei gesprochene Dialoge durch Klangkulissen untermalt werden. Wie im Medium Film werden diese Klangcollagen eingesetzt. (…)

Die absoluten Stärken von „20.000 Meilen unter dem Meer“ liegen im visuellen Bereich. Unter der Regie von Thomas Fiedler hat das Landestheater Eisenach eine Show auf die Bühne gebracht, die immer wieder eine faszinierende Optik bietet. (…)

„20.000 Meilen unter dem Meer“ hat das Kreativteam jedoch vor die Herausforderung gestellt, die Unterwasserwelt auf eine Bühne zu bringen, und dies ist beeindruckend gelungen. Die Ballettszene, in der das Publikum nicht viel mehr als nur die farbig fluoreszierenden Requisiten des schwarz gekleideten Tanzensembles bzw. die ausgefallenen Kostüme sieht, verzaubert: Quallen, ein Tiefsee-Anglerfisch, ein Fischschwarm und ein Krebs werden so lebendig. Die entsprechenden Bewegungen der TänzerInnen sind der Natur bemerkenswert exakt nachempfunden.

Regie, Staging und Choreografie spielen in „20.000 Meilen unter dem Meer“ durchgehend und mit fließenden Übergängen eine wichtige Rolle, denn im Stück herrscht einige Bewegung, obwohl die Bühne ohne Dreh- oder Hebeelement auskommt: Das Spiel der Darsteller schafft die Illusion der Bewegung. Hier wird das Stück mit lobenswerter Kreativität umgesetzt.(…)

Unentbehrlich für „20.000 Meilen unter dem Meer“ sind das Bühnen- und Kostümdesign von José Eduardo Luna Zankoff, der damit die zwischen Historie des 19. Jahrhunderts und Zukunftsvision angesiedelte Atmosphäre trifft.”

(Claudia Bauer-Püschel) für die ganze Kritik hier klicken.

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Blob

The Blob – Schrecken ohne Namen

Ein B-Movie-Tanztheater

Premiere: Freitag 21.1.2011 um 19:30 Uhr – Festival klub kataraktKampnagel

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In dem Sciencefiction-Klassiker “The Blob” aus dem Jahr 1958 bedroht eine aggressive Schleimmasse aus dem Weltall die Bewohner einer wohlgeordneten amerikanischen Kleinstadt.

Der Tanztheaterabend “Blob – Schrecken ohne Namen” wird sich in klar abgegrenzten, abstrakten Bildern mit solch schleimgewordenen Ängsten auseinandersetzen. Das italienische Tanzensemble ESPZ und das Hamburger Trio NYX, bestehend aus zwei Musikern und einer Projektionskünstlerin, stehen bei dieser popkulturellen Nacherzählung auf der Bühne.

ESPZ: Elisa Zucchetti; Nandhan Molinaro; Antonella Marra / NYX: Sascha Demand: E-Gitarre; John Eckhardt:  E-Bass; Katrin Bethge: Overhead-Projektionen / Bühnen-Objekte: Veronika Witte / Konzept, Leitung: Kommando Himmelfahrt - Jan Dvorak

Eine Produktion von KOMMANDO HIMMELFAHRT und dem Festival klub katarakt. Gefördert von KLANG-Netzwerk für Neue Musik.

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Dunkle Mädchen in “Socrate” von Erik Satie

Dunkle Mädchen & Music Hall präsentieren

Socrate

von Erik Satie

Premiere: 23.10.2010 um 20 Uhr und 22 Uhr

weitere Vorstellungen: 24., 26. und 27.10.2010 jeweils 20Uhr

K2 – Kampnagel, Hamburg

mit: Franziska Junge, Jacqueline S. Blouin, Pia Burnette, Cordula Grolle, Jo Kappl, Sophie Beger, Michael Dvorak, Tim Beger, Sascha Demand, Peta Devlin, Jan Dvorak, Thomas Fiedler, Anik Lazar

Sokrates war der Pop-Philosoph des alten Athen. Er war immer da, wo sich die Einflussreichen, Schönen und Intelligenten trafen. Er lieferte der Jugend den skeptizistischen Soundtrack für ihr Lebensgefühl. Er schwärmte für Schönheit, Moral, Eros und Weingelage.

Erik Saties Kammeroper “Socrate” von 1917 zeigt sein Wirken vom High Life bis zum Todesmut mit einer minimalistischen Musik, die jenseits aller historischen Stile steht. “Dunkle Mädchen & Music Hall” wagen nun die poptheatrale Übermalung von Saties Meisterwerk. Aus Kammerorchester wird Band, aus Antike wird Gegenwart. Und aus Sokrates und seinen Schülern werden die Schauspielerinnen und Musikerinnen Franziska Junge (Berliner Ensemble/Schauspiel Frankfurt), Jacqueline S. Blouin (Solymar Music), Pia Burnette (Felix Kubin) und Cordula Grolle (klein).

Die „Dunklen Mädchen“ werden das rare Stück Musik in der Bearbeitung von Kommando Himmelfahrt präsentieren. Nachdem das Musiktheaterkollektiv 2008 im “Hamburg Requiem” die Stadt untergehen ließ, eröffnen Fiedler und Dvorak diesmal gemeinsam mit dem renommierten Bühnenbildner Christian Wiehle den ersten Antikenclub Hamburgs. Dort trifft sich mediterrane Helligkeit mit nordischem Schwermut auf ein Glas Hochprozentiges. Ein Musiktheaterabend zwischen Mysterienspiel, Talk Talk und französischer Oper.

Eine Produktion von KOMMANDO HIMMELFAHRT (Jan Dvorak/Thomas Fiedler) & Christian Wiehle in Koproduktion mit Kampnagel. Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und der Hamburgischen Kulturstiftung.

www.kampnagel.de

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Presse – Dunkle Mädchen

taz – 23.10.2010

Himmelfahrt mit Unerlässlichen

Das Duo “Kommando Himmelfahrt” bringt Erik Saties Kammeroper “Socrate” auf die Bühne – als “poptheatrale Übermalung” mit Band und vier Sängerinnen

VON ROBERT MATTHIES

Erik Satie hätte seinen Spaß gehabt. Auch dass seine Musik den meisten Zeitgenossen bloß als Dilettantismus eines komischen Kauzes galt, hat der Pariser Cabaret-Pianist und Komponist schließlich stets mit Humor genommen. Als sein Freund Claude Debussy ihm einst die Formlosigkeit seiner Werke vorgehalten hatte, antwortete der Gescholtene souverän mit: “Drei Stücke in Form einer Birne”. Und auf den Vorwurf, überhaupt gar kein Musiker zu sein, schlicht mit: “Das stimmt.”

Denn die Frage ist – folgt man aufgeschlossenen Geistern und Satie-Freunden wie John Cage – gar nicht, ob der Franzose “relevant”, sondern, dass er unerlässlich ist. Nur: um sich dem zu öffnen, was in seinen “schnöden und albernen Klavierstücken” (Adorno) aufblitzt, bedarf es eben eines Befreiungsschlages, den zu bewerkstelligen nicht jeder gewillt – oder in der Lage – ist: nämlich die “Illusionen über Ordnungsideen” und “den ganzen Rest unseres geerbten ästhetischen Papperlapapps” (Cage) aufzugeben.

Zwei, die ausdrücklich gewillt sind, sich keinerlei Ordnungs-Illusionen hinzugeben und den ästhetischen Papperlapapp im hohen Bogen über Bord zu werfen, sind der Hamburger Musiker und Komponist Jan Dvorak und der Berliner Regisseur Thomas Fiedler. mehr

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double-V-neck

doubleVneck - von Anne Cathrin Ulikowski

Während der Vernissage im Kunsthaus Stade entdeckte sich Kommando Himmelfahrt im Bild “doubleVneck” selbst. Die Künstlerin Anne Cathrin Ulikowski nahm dies zum Anlass, uns das Bild zu schenken.  Bis 9. Januar 2011 ist es noch in der Austellung “Painters on the run” mit Werken von Kalu Obasi, Anne Cathrin Ulikowski, Nazim Ünal Yilmaz und Daniel Richter in Stade zu sehen.

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the himmelfahrt Radio show

The Himmelfahrt Radio Show

von KOMMANDO HIMMELFAHRT (Dvorak / Fiedler)

mit: Maria Schrader, Friedrich Liechtenstein, Fabian Gerhardt, Susanne Mayer, Jacqueline S. Blouin, Janina Goy, Manfred Kuballa, Arne Peters, Krister Hanne, feat. Jan Gehmlich; Tonikum (Ltg. Kerstin Behnke), Ensemble Tricorde, Zentralkapelle, Ten Ta To
Bühne: Muriel Nestler – Kostüme: Sebastian Ellrich
HAU 1 (Hebbeltheater – Berlin)

Eine Koproduktion von KOMMANDO HIMMELFAHRT und HAU, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtstadtkulturfonds

Sie sind modern, pragmatisch und dennoch kritisch eingestellt? Bei Fragen zu Umwelt und globaler Gerechtigkeit haben Sie eine fortschrittliche Haltung? Sie fühlen, dass sich etwas ändern muss? Sie vermeiden es, an den Tod zu denken? Religion ist für Sie Privatsache? Der Kapitalismus kann nicht alles sein? Und manchmal haben Sie unbegründet Angst?

„The Himmelfahrt Radio Show“ begibt sich an die unsicheren Grenzen politischer und wissenschaftlicher Utopien. Die Ideen der russischen Biokosmisten werden weiterentwickelt und der zukünftige Untergang der Bundesrepublik erzählt. Im Stile eines 50er-Jahre-B-Movies träumt Kommando Himmelfahrt von der Umwandlung der Erde und der Menschheit und beschwören den Geist des russischen Philosophen N. F. Fedorow (1829-1903):

„Die Erde wird der erste Stern am Himmel sein, der nicht durch die blinde Kraft des Falls bewegt wird, sondern durch die Vernunft, die wiederherstellt und dadurch Fall und Tod verhindert. Alles wird verwandt, nicht aber fremd sein.“

„The Himmelfahrt Radio Show“ wird live im HAU 1 für das Radio produziert und ist eine rasant durchkomponierte Achterbahnfahrt durch viele musikalische Zeitebenen. Vom Popsong bis zur Chorfuge, vom Streichtrio bis zum Artrockgetöse entfaltet sich ein radiophones Musiktheater mit den Schauspielern Maria Schrader und Fabian Gerhardt sowie dem Apokalyptiker Friedrich Liechtenstein.

Wir leben in der Krise. Das ist klar. Es spitzt sich zu. Seit langem schon. Aber eines haben wir schon immer gewusst: Musik kann uns retten.


PRESSE

Frank Dietschreit, kulturradio

Auf der Bühne geht es zu wie in einem expressionistischen Stummfilm der 1920er Jahre: überall exaltierte Bewegungen und groteske Mimik, alles ist grell, überdreht. bis zur Parodie verzerrt. (…) mehr

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Canti del Capricorno

Canti del Capricorno

Musiktheater von Giacinto Scelsi

mit: Natalia Pschenitschnikowa (Stimme, Gong, Flöte), Matthias Bauer (Kontrabass), Jürgen Grözinger (Schlagzeug), Theo Nabicht/Tim Beger (Saxophon), Roland Neffe (Schlagzeug) und 20 Hamburger

Premiere: Januar 2009 – Kampnagel –  gefördert vom Konzert des Deutschen Musikrates

Die menschlichen Chromosomen sind entschlüsselt, die Hirnströme vermessen und die Bevölkerungsstatistiken errechnet. Und dennoch bleibt es ein Rätsel, warum plötzlich eine Mode entsteht, ein Gedanke um die Welt geht oder eine Panik ausbricht. In uns gibt es eine mystische Verbundenheit, die wir fühlen, aber nicht fassen können.

Der bis heute geheimnisumwitterte italienische Komponist Giacinto Scelsi ( 1905-1988 ) beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit den Kräften zwischen Tönen und Menschen. Seine „Canti del capricorno“ sind die neo-schamanistischen Gesänge eines ehemaligen Zwölfton-Schülers, die das Unsagbare in magischen Lauten artikulieren.

Scelsis gut einstündiger Zyklus ist Grundlage eines Abends, in dem archaische Triebkräfte im Laborraum des Theaters beschworen werden. KOMMANDO HIMMELFAHRT (Fiedler/Dvorak) präsentiert die außergewöhnliche Sängerin Natalia Pschenitschnikowa, vier Musiker, sowie mehrere Hamburger. Eine musikalische Séance im Rahmen des Festivals „klub katarakt 2009“.

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Hamburg Requiem – Es Gibt Kein Firmament Mehr

Hamburg Requiem

Uraufführung am 24. Oktober 2008 in der Halle K6, Kampnagel Hamburg

Mit Julia Hummer und Jan Plewka

Musik: Jan Dvorak; Inszenierung: Thomas Fiedler; Projektionen: Wil van Iersel; Solisten: Julia Hummer, Jan Plewka; Musiker: trio sonar, Harburger Kantorei/Kammerchor Altona, Leitung Uschi Krosch, Posaunenchor der Kreuzkirche Ottensen, Leitung Christoph Joram, Backroundchor der „Jungen Akademie”; Band: Ten Ta To

Hamburg Requiem – Es Gibt Kein Firmament Mehr” ist eine Future Music Picture Show der Gruppe Kommando Himmelfahrt (Jan Dvorak / Thomas Fiedler). Die Neukomposition zwischen Oratorium und Hörspiel beteiligt Sprecher, Gesangssolisten, zwei Chöre und mehrere Musikensembles – ingesamt über 80 Mitwirkende.

Die Handlung: In Hamburg mehren sich Anzeichen einer bevorstehenden Katastrophe. Ein Wissenschaftler – „L’Astronome” – findet die Formel, um Raum und Zeit mittels der Momentanstrahlung zu durchbrechen. Er warnt jedoch, unsere Gesellschaft sei noch nicht bereit für diese Entwicklung. Von Gier getrieben, setzen sich jedoch seine Kollegen durch und erhalten vom Senat die nötige Energie für den entscheidenden Test.

Das Experiment beginnt und Hamburg versinkt im Chaos. Raum und Zeit haben sich verschoben. Der Stern Sirius ist bis auf zwei Sekunden herangerückt und droht alles zu zerstören. „L’Astronome” gelingt es, in Kontakt mit dem sprechenden Stern zu treten, bevor er verschwindet. Der Rest der Bevölkerung stirbt im Zeitrausch, der die Stadt vernichtet. – Jahrzehnte später ist die Menschheit so weit, die Momentanstrahlung zu nutzen und die Vergänglichkeit des Menschen zu überwinden.

Mit historischer Großspurigkeit katapultiert Kommando Himmelfahrt Fragen der Tagespolitik in den Bereich entferntester Utopien. Jan Dvorak komponiert Musik zwischen Pop und Avantgarde, Thomas Fiedler inszeniert die Masse Mensch und der niederländische Fotograf Wil van Iersel schafft ein Bühnenbild aus neuen Ansichten unserer untergehenden Stadt.

„Die Stadt war gewölbt wie ein giftiger Pilz. Die Cafés der City in Brand. Die Schanze tot und leer. Pöseldorf geplündert. Und in Ohlsdorf standen die Toten auf und wandelten unter den Lebenden.” (Hamburg Requiem)

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Hamburg Requiem Bilderbuch

HAMBURG REQUIEM – Es gibt kein Firmament mehr

Das Bilderbuch von Kommando Himmelfahrt und Wil van Iersel ist erhältlich.

Bitte auf das Bild klicken:

HAMBURG REQUIEM

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Rettung im Weltall

Rettung im Weltall

Musiktheater-Performance

mit: Jan Dvorak, Thomas Fiedler, Elisa Zucchetti

24. Januar 2008 – Haus 73 – Hamburg

Wir wissen, dass wir sterblich sind. Wir wissen nicht, ob es Gott gibt. Wir wissen, dass in sechs Milliarden Jahren die Erde verglühen wird und wir wissen, dass Einiges zu tun bleibt, damit es nicht schon vorher passiert.

Statt gemeinsamer Anstrengungen sieht man jedoch nur Hedonismus und Orientierungs­losigkeit, Angst und Skepsis. „Kommando Himmelfahrt – Rettung im Weltall“ stellt die Wende dar.

Die zwei „Baker-Boys“ von Kommando Himmelfahrt lassen sich nicht in den Strudel der Depression ziehen und bringen die Facts an zwei Konzertflügeln zum Swingen. Mit ihrer Mission der „gemeinsamen Tat“ wenden sie sich der Zukunft zu, denn der Countdown läuft und die Rakete der Hoffnung hat schon die Triebwerke gezündet.

Eine Performance zwischen Konzeptkunst und Varieté.

Das Hörspiel: Rettung im Weltall

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